Am 11. und 12. März sind Heike und Stefan vom Hilfsverein Schädel-Hirn-Patienten in Not e.V. eingeladen worden, um über die häusliche Pflege mit Schwerstpflegefällen aus der Sicht des pflegenden Angehörigen zu berichten.

Da viele angehörige Laien mit der Situation überfordert sind und sich das Ausmaß der familiären Belastung als unvorstellbar darstellt, wird es hoffentlich für die teilnehmenden Betroffen und deren Angehörigen als Ergänzung zu den sehr fachbezogenen Beiträgen namhafter Neurologen und anderer fachbezogenen Berufsgruppen eine sehr realitäts- und bezugsnahe Darstellung bieten.

Dazu muss aber erstmal das eigene häusliche Problem durch Heikes Abwesenheit zu Hause gelöst werden. Wenigstens fünf sich abwechselnde Personen braucht die Familie zur Hilfe, um die Tagesabläufe rund um die Kids zu sichern. Erschwert wird die Situation durch die Zentralheizung nach Vorbild des Berliner Flughafenbaus. Der zeitliche Aufwand zum Heizen des Hauses mit den beiden im Stundentakt zu unterhaltenden Öfen ist eine kaum zu stemmende Hürde, zumal die Brennholzvorräte weitestgehend aufgebraucht sind und in Ausblick einer Heizungsanlage keine neue Vorräte angelegt wurden.

Die Öfen müssen gestocht werden, die Kids müssen vom/zum Bahnhof, vom/zum Praktikum, vom/zum Sport geholt und gefahren werden, Briketts können nur im kleinen Bündel im Rahmen des Wocheneinkaufes mitgebracht werden, selbst eine Therapeutin springt als Fahrdienst ein. Dabei handelt es sich nicht um außergewöhnliche Termine, sondern um den ganz normalen Wahnsinn zum Ende der Woche hin…

Selbst vor Ort wird Heike auf fremde Hilfe angewiesen sein, um Stefan aus und wieder ins Wohnmobil zu bekommen.

Die Familie dankt den vielen lieben Geistern, die diese Fahrt erst möglich machen.

 

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