Operation gut überstanden, aber…

 

 

… diese Episode hat Stefan mal so richtig Substanz gekostet. Egal was der Grund für einen Krankenhausaufenthalt ist, es läuft nach dem selben Schema ab: Stefan fängt sich einen Keim ein.

 

Durch das Intubieren kam wieder die schon obligatorische Lungenentzündung. In Kombination mit dem Liegen über Wochen hat Stefan beängstigend viel Substanz verloren, sodass seine Atmung immer mehr verflachte. Dies führte dazu, dass ein Drittel eines Lungenflügels zusammenfiel und er den Schleim nicht mehr abhusten konnte. Ein Teufelskreis, dessen Durchbruch erst mit der Entlassung eine Chance auf Erfolg bekommt.

Stefan ist froh, wieder zuhause zu sein, es war sein Wunsch, endlich aus der Krankenhausumgebung wieder rauszukommen, um etwas anderes zu sehen und im Garten wieder in der Sonne sitzen zu können.

Heike kämpft nun Rund um die Uhr darum, Stefan soweit wieder aufzubauen, dass er abhusten kann:

  • Katheter bis zum Kehldeckel schieben, um einen Hustenreiz zu setzen. Zum Glück mit Erfolg bisher
  • Stündlich gibt es jetzt 100 ml Essen und alle zwei Stunden wird inhaliert, um den Schleim flüssig zu halten

Auf das alles lässt er sich ein, um nicht wieder ins Krankenhaus zu müssen. Es ist eine Gratwanderung. Aber er möchte keinesfalls zurück. Zum Glück vertraut er Heike so sehr…

Was auch bedeutet, dass jemand 24std am Tag nun in seiner Nähe sein muss… nach all den Jahren und dem Aufwand fühlt es sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Nachdem Stefan anfänglich entgegen jeder Prognose den Umständen entsprechend fantastische Fortschritte machte, scheint nach den Krankenhausepisoden seit 2016 die Uhr auf Null zurück gestellt worden zu sein.

Heute Nachmittag war Stefan 45min im Garten im Auto, frische Luft schnappen. Er kann gar nicht helfen zum Umsetzen, es braucht jetzt zwei Personen dafür.
Manchmal legt er die Arme selbst wieder runter, damit sie vom Brustkorb weg sind und streckt die Beine wieder aus, wenn sie beim Husten hochgezogen wurden. 

Stefans Betreuerteam hat den Kampf aufgenommen, auch Stefan ist hochmotiviert, aber eben auch stark geschwächt. Es fühlt sich diesmal alles irgendwie anders an…

Wir danken dem Team auf der Intensivstation in Würselen sehr für das, was sie Heike und Stefan alles möglich gemacht haben.

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