Heike erzählt uns, wie die letzten 13 Monate gelaufen sind…

“Beginnen möchte ich mit mit einer Spende aus der Motorsportsaison 2015.

Dank Dieter Stüwe, Organisator des RLC als Vorstand des Dortmunder Motorrad Clubs, erhielten wir eine Spende, die während der 6-Stunden-Rennen im laufenden Jahr direkt auf der Rennstrecke im Glücks-Schwein gesammelt wurden.

Hiermit habe ich uns ein leckeres Essen für den zweiten Weihnachtstag 2015 in der Biker-Ranch in Simmerath-Strauch quasi als Weihnachtsgeschenk gegönnt. Die Fahrt erfolgt, wie immer in zwei Etappen, da wir nicht alle ins Auto passen. Udo und Silvia haben sich auch Zeit für uns genommen, was uns sehr gefreut hat.
Für den Rückweg bekamen wir sogar einen Shuttle-Transport. Also nur einmal fahren…

Der Jahreswechsel wurde diesmal mit Sekt bei trockener Nacht und Feuerwerk im Garten begangen. Danach waren wir alle etwas angetrunken und der Transfer ins Bett gestaltete sich ein wenig schwierig. Ich bin mit Stefan aufs Bett gefallen, aber alles gut gegangen

Dann Stefans Geburtstag, der 50. und leider war kaum jemand zu Besuch gekommen. Ich hätte ihm gewünscht, dass viele Gratulanten persönlich erschienen wären…. wir haben aber dennoch einen schönen Tag für Stefan innerhalb der Familie mit ein paar engen Freunden gestaltet.

Im Februar dann eine Spendenaktion des ortsansässigen Karneval-Vereins Kiescheflitscher. Das Geld sollte für die Errichtung eines neuen abgeschlossenen Vorratsraumes und den Durchgang vom Haus über die Scheune direkt in den Garten eingesetzt werden.

Im Esszimmer konnte eine Deckenschiene (als Laufhilfe) angebracht werden und hierzu auch ein Ganzkörperklettergurt zur Sicherung angeschafft werden.

Dank der tollen Aktion (gespendete Eintrittskarten), die der Verein Schädel-Hirn Patienten in Not e.V. für uns organisiert hat, war der Besuch beim FC Bayern  im April ein unvergessenes Erlebnis. Und für mich eine völlig relaxte Fahrt dank unserem guten Freund Martin, der die ganze Strecke mit dem Wohnmobil übernommen hat.

Nun konnte mein Ältester Dank des Hilfsvereins “Eifelfam” seinen Führerschein machen.

Das nächste Highlight war das Flutlichtrennen des Motocross Vereins Kleinhau, bei dem Stefan in seiner Jugend auch aktiver Motocross Fahrer war. Wieder hatte ich auch Hilfe zur Hand bei der Fahrt und vor allem dem Rangieren des Rollstuhls auf dem Gelände.

Stefan hat alle, die ihn begrüßten, erkannt und einen erlebnisreichen Tag mit viel Freude. Für Verpflegung war auch Seitens des Vereins gesorgt. Hier war auch Peter Borsdorff mit seiner Sammelbüchse unterwegs. Sie hatten vereinbart, das für Stefan gesammelt wird und durch Peter die Übergabe erfolgte. Unser Plan war es, die Rampe (zur Garten-Terrasse), die doch einiges verschlingen würde zu finanzieren und evtl einen Urlaub für uns alle.

Im Mai dieser herbe Rückschlag. Stefans Noteinlieferung ins Simmerather Krankenhaus mit Durchbruch eines Ulkus im Zwölffingerdarm, der bis dato unbekannt und unbemerkt war. Das gesamte Personal (Schwestern, Pfleger und Ärzte) waren supernett. Sie haben es uns ermöglicht, dass immer einer bei Stefan sein konnte. Denn er kann ja nur nonverbalen kommunizieren, was vielen schwerfällt. Zudem war er innerhalb kürzester Zeit so geschwächt, das er nahezu am ganzen Körper schlaff gelähmt war. Ganz liebe Freunde haben ihn besuchen dürfen, als ich nicht mehr zur Intensiv-Station gehen konnte.

Ein ganz großes Dankeschön!!!

Zu Hause ergaben sich auch Probleme für die Kinder, weil Philipps Schulranzen mitsamt dem Haustürschlüssel gestohlen wurde. Und als hätte ich nicht genug Probleme, weil ich mittlerweile selbst stationär im Krankenhaus aufgenommen war, wollte man mir noch Steine in den Weg weg legen, als ich den Diebstahl angezeigt hatte. Zum Glück haben wir gute Freunde im Ort die sich um die Kinder und den Austausch des Türschlosses gekümmert haben.
Mir ist es soviel wert gewesen, Stefan in der Zeit meines Krankenhausaufenthaltes etwas in Sicherheit zu wissen, was mit Geld niemals bezahlbar wäre.

Wieder zu Hause bekamen wir einen Fernsehsessel (elektrisch verstellbar) geschenkt, wodurch es mir möglich wurde, Stefan wieder etwas mehr am Leben teilnehmen zu lassen……
In der Zwischenzeit wurde endlich der Einbau der Heizungsanlage, sowie das Aufstellen des Gestankes und Befüllen des Selbigen erledigt.
Danke an Alle, die das trotz des Betruges und der Unterschlagung (durch den Initiator des Spendenaufrufs) des dafür vorgesehenen Spendengeldes, seitens der Motorradgemeinschaft, möglich gemacht haben.
Leider musste das Spendengeld des Karnevalsverein und auch des Rurseemaratons, sowie des Bergsteiner Weihnachtsmarktes zum Teil für diese Installation eingesetzt werden.
Dennoch war die Heizung für uns die wichtigste Investition, denn an Reha und Liegefahrrad war zur Zeit gar nicht zu denken…..

Stefan hat sich wider Erwarten schneller erholt, als ich zu hoffen gewagt hatte und wir starteten ein Urlaub mit Freunden im Juli. Erholung pur wie seit Jahren nicht und zugleich Spaß für die Kinder…

Zum Ende des Sommers bekamen wir netten Besuch von Wolfgang (MSC Porz), der uns auch noch eine Spende überreichte. Hiervon habe ich kurzentschlossen durch mehrfaches Anraten, den gebrauchten Thermomix einer Freundin erworben. Nun kann ich auch das Fleisch für Stefans Sondenernährung selbst zubereiten und es ist genauso feinpüriert wie die Babynahrung beim Kaufmann.

Wir schafften für Lukas einen Gebrauchtwagen an, damit er nicht mehr von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof unterwegs sein musste. (Ich hatte oft Angst wegen dem Terrorgeschehen und der EU)

Dann vor den Herbstferien die Überlegung, doch eine Art Reha zu starten. Die von uns zu tragenden Kosten waren dank der Nähe ngerade eben zu stemmen und beliefen sich nur auf die Unterbringung.

Stefan hat nach besten Kräften mitgemacht und erhielt neben unzähligen logopädischen Behandlungen auch Ergo-und Physiotherapie.

Nach dieser Zeit hatte er vollständig wieder an dem zuvor Erarbeiteten angeschlossen und konnte nun zusätzlich ein paar Worte sprechen.

Jetzt hatte mich der Ehrgeiz gepackt und ich wollte das Liegefahrrad doch noch anschaffen. Und hier auch wieder sehr nette Beratung und Hilfe. Bei Lowrider in Frechen haben sie erst etwas skeptisch geschaut als ich sie mit Stefan und unserem Wunsch konfrontiert habe. Aber wir erhielten direkt kompetente Beratung und Hilfe bei einer Probefahrt. Dann durften wir alles abspecken was ging, und das Ausstellungsstück erwerben. Somit konnte der Preis einigermaßen niedrig gehalten werden….

Und als Überraschung gab es auch noch Besuch von Running for Kids Initiator Peter Borsdorff, der den Kindern einen Adventumschlag übergab.

Ich war zufrieden, jetzt zum Ende des Jahres doch noch alles verwirklicht zu haben.

Nun steht die langwierige Winterzeit an und wir werden viel Zeit im Haus verbringen. Ich freue mich auf den Frühling….”

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